Etwas vom Wichtigsten, wenn man mit KI zusammenarbeitet, ist, dass man sich den Gefahren und Risiken bewusst ist. KI kann eine Gefahr darstellen, es gibt aber auch sehr viele Vorteile und KI ist nicht nur etwas Schlechtes. Wichtig ist, dass man einen kritischen Blick hat und sich nicht in die Irre führen lässt. Heutzutage gibt es auch schon Gesetze für künstliche Intelligenz. Wenn man das volle Potenzial einer KI nutzen will, kann es zu Fallstricken kommen. Leider kann die Technik, auch wenn sie so viele Vorteile hat, eingesetzt werden, um Schaden anzurichten. Wenn jemand eine KI missbraucht, kann er damit Technologien, Sicherheit, Privatsphäre und sogar menschliche Existenzen bedrohen.
Es gibt verschiedene Arten von Gefahren durch KI:
- Verzerrungen: Menschen sind von Natur aus voreingenommen und haben eine eigene Meinung. Diese Verzerrungen können in die Trainingsdaten einfliessen und die KI lernt sie dann mit. Deshalb kann ein Ergebnis ebenfalls Verzerrungen enthalten. So kann es zu Diskriminierung kommen.
- Mangelnde Aktualität: Wenn die Trainingsdaten nicht bis in die Gegenwart reichen, kann es dazu kommen, dass eine KI veraltete Informationen ausgibt oder im schlimmsten Fall sogar halluziniert.
- Fehlinformationen und Manipulation: Wenn die KI falsch antwortet, werden Fehlinformationen verbreitet und Entscheidungen sowie Handlungen beeinflusst.
- Bedrohung der Cybersicherheit: KI kann für Cyberangriffe genutzt werden. Damit kann man Menschen manipulieren, Stimmen klonen oder gefälschte Identitäten erstellen. All dies geschieht mit der Absicht, jemanden zu betrügen, zu hacken, Identitäten zu stehlen sowie Privatsphäre oder Sicherheit zu gefährden. All diese Methoden nennt man Deepfakes. Betroffene werden so belästigt und erpresst. Wahlen werden so beeinflusst. Es gibt aber schon Detektoren, die viele dieser Deepfakes erkennen.
- Probleme mit dem Datenschutz: Besonders generative KIs (Large Language Models) benötigen viele Daten, um trainiert zu werden. Diese Daten werden von Web-Crawlern beschafft, die Informationen aus dem gesamten Internet zusammensuchen. Diese Daten werden ohne Zustimmung gesammelt, selbst wenn es sich um persönliche Daten handelt. Ausserdem sammeln KIs persönliche Daten, um Kunden (z. B. beim Online-Shopping) ein massgeschneidertes Kundenerlebnis zu bieten.
- KI mit Prompts manipulieren: Eine KI hat Regeln, was sie sagen darf und was nicht. Es gibt aber Menschen, die versuchen, diese Regeln zu umgehen und die KI dazu zu bringen, falsche Aussagen zu machen, indem sie Prompts schreiben, die diese Regeln umgehen. Dabei kann es zu Rassismus oder sogar zu Verschwörungstheorien kommen.
- KI im Krieg: KI kann im Krieg genutzt werden. Es gibt Drohnen, die autonom über Gebiete fliegen und das Gebiet inspizieren und Gegner erkennen.
- Umweltschäden: Eine KI hinterlässt einen grossen CO₂-Fussabdruck, weil enorme Rechenzentren nötig sind, um eine KI zu betreiben. Das Training einer KI verursacht etwa fünfmal so viel CO₂ wie ein Auto während seiner gesamten Lebensdauer. Ausserdem braucht die Kühlung dieser Rechenzentren sehr viel Wasser.
- Mangelnde Erklärbarkeit und Transparenz: Es wird immer schwieriger, KI zu verstehen, weil sie so komplex ist. Mechanismen und Entscheidungsprozesse sind oft ein Rätsel, selbst für die Programmierer. Man kann nur noch ahnen, wie die KI zu einer bestimmten Vorhersage gekommen ist. Das Vertrauen in die KI nimmt so ab und Unternehmen können KI nicht gut nutzen.
- Mangelnde Rechenschaftspflicht: Wenn ein Unfall mit einer KI passiert, wer trägt dann die Schuld? Wer haftet im Fall einer schädlichen Entscheidung? Wer ist verantwortlich, wenn die KI versagt? Wer ist verantwortlich bei tödlichen Unfällen, Kollisionen mit selbstfahrenden Autos oder unrechtmässigen Verhaftungen durch Gesichtserkennung? All das sind ungeklärte Fragen.
- Abhängigkeit: Die Menschheit wird vollständig von KI abhängig. Wenn alles über KI läuft, dann funktioniert nichts mehr ohne sie.
- Arbeitsplatzverluste: Man ist sich nicht ganz einig, ob Arbeitsplätze verloren gehen. Die Hälfte sagt Nein und ein Viertel Ja. Es wird in der Informatik und in der Forschung neue Arbeitsplätze geben, aber Stellen für Büroarbeiten, Sekretariatsarbeiten, Dateneingaben und Kundenservices werden weniger.
- Verletzung des geistigen Eigentums: Wenn eine KI etwas Kreatives generieren soll, sucht sie viele Beispiele und nimmt dann eine Mischung daraus. So kann es schnell passieren, dass sie etwas generiert, das ähnlich aussieht wie das Werk eines realen Künstlers.
- Existenzielle Risiken: KI macht schnell Fortschritte und wird irgendwann besser und intelligenter sein als der Mensch. Das kann auch zu einem Problem werden. KIs sind momentan etwa auf dem gleichen Stand wie wir Menschen. Eine künstliche Superintelligenz könnte aber eine Gefahr darstellen, weil sie dem Menschen überlegen wäre.
Künstliche Intelligenz bringt viele Gefahren mit sich, hat aber auch viele Vorteile. Die Gefahren sind präsenter, aber KI kann genauso gut für gute Zwecke verwendet werden. Man muss sich den Risiken bewusst sein und KI richtig nutzen, dann kann man künstliche Intelligenz problemlos verwenden.
