Die Menschen fingen früh an, sich für die Art und Weise des menschlichen Denkens und des Bewusstseins zu interessieren. Bereits in den 1930er-Jahren hatte man eine Art KI, jedoch hatte man wenig Daten zur Verfügung und das Computerwissen war noch nicht so weit entwickelt. Richtig sinnvoll zu nutzen waren die Systeme erst in den letzten Jahren, als die Datenverfügbarkeit stark anstieg und die Rechenleistungen besser wurden.
1939 wurde der bekannte ABC-Computer (Atanasoff-Berry-Computer) gebaut. Er wurde mit 650 Millionen Dollar gefördert. Er gehört zu den ersten digitalen elektronischen Computern und ist ein Meilenstein in der Geschichte der Computerwissenschaft.
1951 wurde das erste künstliche neuronale Netzwerk gebaut: der „Stochastic Neural Analog Reinforcement Calculator“ (SNARC). SNARC ist ein früher Versuch, die Lernprozesse des menschlichen Gehirns zu imitieren. Dies geschah grösstenteils durch bestärkendes Lernen, d. h., dass man die richtigen Ergebnisse „gelobt“ hat.
1955 wurde der Begriff „Künstliche Intelligenz“ erstmals für einen Workshop-Vorschlag verwendet, mit dem Titel „A Proposal for the Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence“. Der Vorschlag wurde von John McCarthy vom Dartmouth College, Marvin Minsky von der Harvard University, Nathaniel Rochester von IBM und Claude Shannon von den Bell Telephone Laboratories eingereicht.
1956, im Juli und August, fand der Workshop statt. Dies galt als offizielles Geburtsdatum des neuen Forschungsgebietes der KI.
1958 erfand McCarthy die Programmiersprache Lisp, welche zu den beliebtesten und meistgenutzten Programmiersprachen im Gebiet der KI wurde.
1965 wurde künstliche Intelligenz zu einer akademischen Disziplin, nachdem verschiedene Wissenschaftler festgestellt und in Studien erwähnt hatten, dass der KI Grenzen gesetzt seien, da das menschliche Gehirn grundlegend anders funktioniert und ein Computer das nicht imitieren kann. Man begann sich dann stark damit auseinanderzusetzen.
1982 startete Japan mit dem Entwickeln von Computern, welche logisch denken können. Dieses Projekt zielte darauf ab, dass Computer die natürliche Sprache und Expertensysteme ausführen und verarbeiten können.
1984 gab es den sogenannten KI-Winter. Immer wieder gab es Phasen, in denen die Bevölkerung die Forschung zur KI unterstützte. Es gab aber auch Phasen, in denen Zweifel, Kritik und fehlende Mittel eine Rolle spielten.
1995 entwickelte Richard Wallace den Chatbot A.L.I.C.E. Der Chatbot nutzte das World Wide Web, um an Informationen zu gelangen, und hatte somit viel mehr Daten. Er konnte flüssigere und komplexere Dialoge führen als andere Chatbots. A.L.I.C.E. konnte die Antworten zudem analysieren und verarbeiten. 2006 veröffentlichte Geoffrey Hinton „Learning Multiple Layers of Representation“. Dieses Werk fasste die wichtigsten Durchbrüche, Erkenntnisse und Fortschritte zusammen, welche die Menschheit im Bereich Deep Learning gemacht hat. Deep Learning ist ein Teilgebiet der KI und beschäftigt sich mit mehrschichtigen künstlichen neuronalen Netzen. Es ahmt die Struktur des menschlichen Gehirns nach, um komplexere Muster zu erkennen.
2012 stieg die Finanzierung und das Interesse an KI deutlich an.
2020 gab es starke Fortschritte bei generativer KI, was als KI-Boom bekannt ist.
2020 veröffentlichte OpenAI GPT-3, einen weiteren Meilenstein. Mit Training auf Basis von Big Data können menschlichere und hochwertigere Texte generiert werden.
